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Ersatzteilkatalog
Wichtig
Die fett gedruckten Bezugsnummern weisen auf ein Bestandteil hin, das nicht in der neben dem Text stehenden Abbildung angegeben ist, sondern auf den Tafeln der Explosionszeichnungen am Kapitelbeginn dargestellt wird.
Öffnen des Motorgehäuses
 
Zylinderkopfeinheit und Ventilsteuerorgange abnehmen
Mit einem Paar Schraubendrehern den Sprengring (1) an der Steuervorgelegewelle (2) der kupplungsseitigen Gehäusehälfte entfernen.
Hinweis
Darauf achten, dass die Wellenfläche beim Abziehen des Sprengrings nicht verkratzt wird.
 
Die Verbindungsschrauben der Gehäuse an der Lichtmaschinenseite (3) lösen.
Die beiden Schrauben (29), an der kupplungsseitigen Gehäusehälfte (16), am Sitz des senkrechten Zylinders lösen.
Erneut den Lichtmaschinendeckel oder einen Servicedeckel mit daran befestigtem Abzieher 88713.1749 verwenden. Mit einigen Originalschrauben an der Motorgehäusehälfte befestigten, dann durch Drehen des mittleren Bolzens mit der Trennung beginnen.
So lange mit einem Kunststoffhammer auf die Getriebevorgelegewelle klopfen, bis sich die Motorgehäusehälfte zu lösen beginnt.
Hinweis
Besonders auf die Zwischenlegscheiben, die an die Wellen und die Schaltwalze gefügt wurden, achten.
Die Getriebewellen und die Schaltwalze den Beschreibungen (Abschn. N 7.2, Getriebeeinheit: Getriebewellen) gemäß aus den Gehäusehälften entfernen.
Die Kurbelwelle (A) mit einem Kunststoffhammer heraustreiben, dabei auf die Zwischenlegscheiben achten.
Die Steuervorgelegewelle (2) entfernen.
Den O-Ring (5) aus dem Verbindungskanal für den Öldurchlauf zwischen den beiden Gehäusehälften nehmen.
Revision der Gehäusehälften
Eine sorgfältige Sichtkontrolle an den Motorgehäusehälften vornehmen.
Auf einer Reißfläche kontrollieren, ob die Flächen der Gehäusehälften perfekt flach sind. Überprüfen, dass sich die Lager (4) und (23) in optimalen Zustand befinden. Falls die Kurbelwellenlager ausgewechselt werden müssen, sind sie stets paarweise auszutauschen (siehe nachstehenden Paragraph "Kurbelwellenlager"). Sollten das Hauptlager (12) der Primärgetriebewelle ausgetauscht werden, muss auf den Dichtring (13), der zwischen dem Lager und der kettenseitigen Gehäusehälfte ausgerichtet ist, geachtet werden.
Hinweis
Bei der Revision eines Motors sollten alle Lager der Gehäusehälften immer ausgewechselt werden.
 
Nach einem Austausch der Hauptlager der Getriebewellen (14) und (10) müssen sie mit Distanzstücken (17) und der Klemmplatte (9) montiert werden.
Bei jeder Revision wird auch ein Austausch des Dichtrings (11), der außen am Lager (10) angeordnet ist, empfohlen.
Im Fall eines Austauschs der Nadelbuchse (24) und der Dichtringe (31) an der Schwingenachse, die Lagersitze und die Dichtlippen der Ringe mit dem vorgeschriebenen Fett schmieren.
Den inneren Dichtring (31) mit der flachen Seite zum Gehäuse gerichtet und am Drahtsprengring (30) anliegend installieren. Der äußere Dichtring muss in die andere Richtung eingefügt werden.
Für den Einbau der Dichtringe (31) und der Nadellager (24) einen geeigneten Stopfen, siehe Abbildung, verwenden.
Kontrollieren, dass die Schmierkanäle auch keine Drosselstellen oder Verstopfungen aufweisen.
Den Zustand der Zentrierbuchsen (19) überprüfen. Sollten sich erhebliche Verformungen oder ein übermäßiges Passungsspiel mit den Sitzen feststellen lassen, muss man sie unter Anwendung der geeigneten Werkzeuge entfernen.
Sollte sich ein Entfernen der Zentrierbuchsen (19) aus den Aufnahmen im Gehäuse als schwierig erweisen, wird empfohlen, einen linksgängigen Gewindedreher zu verwenden, mit dem man die Buchsen herausdrücken kann.
Wichtig
Die entfernten Buchsen (19) immer in dieser Verfahrensweise austauschen.
Revision der Kurbelwellenlager
Sie weisen gegeneinander versetzte Gleitfllächen auf; die Kräfte werden hier auf Geraden, die einen gewissen Winkel zur Lagerachse herstellen, über Kugeln von einer zur anderen Laufrille übertragen. Die Schrägkugellager sind dahingehend geeignet, um kombinierte Belastungen (radiale-axiale) aufzunehmen.
Dieser Lagertyp kann direkte axiale Belastungen nur in eine einzige Richtung halten. Dies bedeutet, dass es im Fall einer radial laufenden Belastung zu einer axialen Kraftbildung kommt, die von einer anderen, in die entgegengesetzte Richtung laufende ausgeglichen werden muss: Diese Lager werden daher allgemein gegenüberliegend montiert.
Für den Austausch der Lager:
Die Gehäusehälfte in einem Ofen auf 100 °C erwärmen.
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Das neue Lager (dabei sollte das Gehäuse sich noch unter einer hohen Temperatur befinden) perfekt auf Achse ausgerichtet in seinen Sitz einbauen, dazu ist ein Rohrstopfen zu verwenden, der den Druck nur auf den äußeren Ring des Lagers ableitet.
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Wichtig
Bei besonders verschlissenen Motoren kann es vorkommen, dass die Lagerbuchsen nicht mehr die korrekte Montageinterferenz mit den Gehäusehälften aufweisen.
 
Überprüfen, dass die Interferenz zwischen Motorgehäuse und Buchse der montieren Lager (4) und (23) nicht unter 0,03 mm liegt, andernfalls die Gehäusehälften austauschen.
Wichtig
Nach dem Einbau der neuen Kurbelwellenlager muss die Kurbelwelle den Beschreibungen in den Paragraphen "Ausdistanzieren der Wellen" und "Schließen der Gehäusehälften" gemäß ausdistanziert werden.
Montage der Gehäusehälften
Die Gehäusehälften müssen unbeschädigt und vollkommen sauber sein. Die Passflächen müssen sich als perfekt flach und gratfrei erweisen.
Montage der Gehäusehälfte der Kupplungsseite
An der Innenseite der Gehäusehälfte müssen folgende Komponenten vorhanden sein:
Das Lager (15) an der Vorgelegewelle.
Das Hauptlager (14) der Primärwelle, das mit den Schrauben (18) und den Distanzscheiben (17) befestigt ist.
Das Kurbelwellenlager (23).
Das Rollenlager (21) mit Seeger-Ring (22) an der Steuervorgelegewelle.
Montage der Gehäusehälfte der Lichtmaschinenseite
An der Innenseite der Gehäusehälfte müssen folgende Komponenten vorhanden sein:
Das Doppel-Kugelkranzlager (10) der Gabelsteuerwelle mit entsprechender Platte (9) und Halteschrauben (8).
Das Lager (12) am Ende der Primärgetriebewelle mit innerem Distanzstück (13).
Das Kurbelwellenlager (4).
Das Kugellager (7) mit Seeger-Ring (6) an der Steuervorgelegewelle.
Hinweis
Die Kurbelwellenlager ausgenommen, haben die Lager keine bestimmte Montagerichtung.
Ausdistanzieren der Wellen
Vor dem Schließen der Gehäusehälften müssen die Stärken der Passscheiben berechnet werden, die das Axialspiel der Kurbelwelle und der Getriebewellen festlegen.
Die Stärke der Passscheiben kann wie folgt errechnet werden.
Ausdistanzieren der Kurbelwelle
Nach dem Einbau der neuen Kurbelwellenlager ist zur Bestimmung des Maßes “S”, das dem Gesamtwert der Passscheiben entspricht, folgendermaßen vorzugehen:
Das Maß “A” zwischen den Auflageflächen der Lager an der Kurbelwelle erheben.
Die Tiefen “P1” und “P2” ausmessen, die der Distanz zwischen der Kontaktfläche zwischen den Gehäusehälften und der Auflagefläche der inneren Gleitfläche der Lager entsprechen.
Eine Vorspannung von 0,30 mm zurechnen, um so ein übermäßiges Axialspiel der Kurbelwelle zu verhindern, wenn es durch die Betriebstemperatur zur einer Ausdehnung der Gehäusehälften kommt.
Ergebnis: S=P1+P2+0,30-A.
Um das Maß einer einzelnen Passscheibe berechnen zu können, muss man wissen dass:
S=S1+S2 ist,
wobei „S1“ und „S2“ die Passscheiben für die Gehäuse 1 und 2 darstellen.
Unter Berücksichtigung der Wellenfluchtung erhalten wir damit:
S1=P1+0,15-A/2
und schließlich das zweite Passscheibenmaß: S2=S-S1.
Praktische Methode für die Bestimmung der erforderlichen Kurbelwellenpassscheiben
Über die vorstehenden Angaben hinaus, möchten wir an dieser Stelle ein praktisches Verfahren illustrieren, welches ein Bestimmen der korrekten Stärke der auf die Kurbelwelle zu montierenden Passscheiben ermöglicht.
An jeder Seite der Kurbelwelle eine Zwischenlegscheibe (R) mit der Mindeststärke (1,90 mm) einfügen, so dass ein Kontakt der Kurbelwange mit dem Kurbelgehäuse verhindert werden kann.
Die Kurbelwelle in die Gehäusehälfte setzen und das Gehäuse schließen.
Die drei Schrauben M8 in die auf der Abbildung dargestellten Sitze einsetzen, dann auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Motor) bringen.
Eine Messuhr (T) mit Magnetfuß auf eine am Motorgehäuse befestigte Auflageplatte setzen.
Den Fühler am Ende der Kurbelwelle aufsetzen und die Messuhr in dieser Position auf Null stellen.
Einen Hebel (L) zwischen Gehäuse und Kurbelwellenwange ansetzen und letztere so zum Instrument hin drücken.
Auf der Messuhr nun das vorhandene Gesamtspiel ablesen. Hier den Vorspannungswert (0,30 mm) und den der verwendeten Passscheiben (1,90x2=3,8 mm) zurechnen.
Den so errechneten Wert nun durch Zwei teilen. So erhält man den Wert der auf jeder Seite der Kurbelwelle anzulegenden Passscheibe.
Hinweis
Nach dem Schließen der Gehäusehälften muss sich die Kurbelwelle mit einem Übermaß in den neuen Lagern drehen lassen.
Ausdistanzieren der Getriebewellen
Zur Festlegung des Maßes der erforderlichen Passscheiben für die Primärwelle “SA“ und die Vorgelegewelle “SB“ ist folgendermaßen zu verfahren:
Die Maße “A“ und “B“ der Primärwelle und der Sekundärwelle erheben: bei letzterer ist auch die Stärke der Zwischenlegscheibe “C“ von 2,3 mm zu berücksichtigen.
Die Tiefe, die der Distanz zwischen der Kontaktfläche der Gehäusehälften der Kupplungs- und der Kettenseite und der Auflagefläche der inneren Lauffläche des Lagers der Primärwelle “PA1“ und “PA2“ und Vorgelegewelle “PB1“ und “PB2“ entspricht, ermitteln.
Unter Berücksichtigung, dass ein Axialspiel von 0,05 ÷ 0,20 mm erreicht werden soll, nehmen wir den optimalen Mittelwert von 0,15 mm:
SA=PA1+PA2-A-0,15 und SB=PB1+PB2-B-0,15.
Für die Bestimmung der Stärke einer einzelnen Passscheibe muss man folgendes berücksichtigen:
 
SA=SA1+SA2 und
SB=SB1+SB2.
 
Wobei “SA1” und “SA2” das Maß der Ausdistanzierung der Primärwelle an der Kupplungs- und der Kettenseite und “SB1” und “SB2” die jeweiligen Maße an der
Sekundärwelle darstellen. So erhält man:
 
SA1 = PA1-64-0,075 und
SB1 = PB1-64-0,075 also
SA2 = SA-SA1 und SB2=SB-SB1.
Ausdistanzieren der Schaltwalze
Analog geht man für die Ermittlung der insgesamt erforderlichen Passscheiben “S” der Schaltwalze vor.
 
Kennt man:
P1 = Gehäusetiefe der Kupplungssseite
P2 = Gehäusetiefe der Kettenseite
A = Schulter der Schaltwalze.
Unter Berücksichtigung, dass man ein Axialspiel von 0,10 ÷ 0,40 mm erhalten muss.
Nehmen wir also den optimalen Durchschnittswert von 0,25 mm
Ergebnis: S=P1+P2-A-0,25.
Unter Bezugnahme auf S=S1+S2
erhält man: S1=P1–59–0,125 und somit S2=S–S1.
Praktische Methode für die Festlegung der Passscheiben für die Schaltwalze und die Getriebewellen
Über die vorausgehende Beschreibung hinaus, möchten wir Ihnen ein praktisches Verfahren darstellen, die das korrekte Festlegen der Passscheiben an der Schaltwalze (E) und der Primär- und Vorgelegewelle ermöglicht.
Zunächst muss das Axialspiel der Schaltwalze ohne Passscheiben ermittelt werden.
Die Gehäusehälften öffnen, die Kurbelwelle mit den zuvor berechneten bzw. den korrekten Passscheiben herausnehmen.
Um den Leerlaufkontrollschalter (N) nicht zu beschädigen, vor dem Einlegen der Schaltwalze in das Gehäuse, den Schalter herausziehen.
Die Schaltwalze ohne Passscheiben einfügen, die Gehäusehälfte mit einigen Schrauben, um die Schaltwalze herum angeordnet, befestigen.
Eine Messuhr (T) mit Magnetfuß auf eine am Motorgehäuse befestigte Auflageplatte setzen. Den Fühler oben an der Schaltwalze ausrichten und die Messuhr in dieser Position auf Null stellen.
Eine Hebelwirkung an der Schaltwalze ansetzen und so das Gesamtaxialspiel erfassen, wobei zu berücksichtigen ist, dass das Spiel letztendlich zwischen 0,10 und 0,40 mm liegen muss. Die anzufügenden Passscheiben bestimmen.
Das Gesamtspiel muss durch 2 geteilt werden, so dass die gleichen Passscheibenstärken auf den jeweiligen Seiten der Schaltwalze angefügt werden können.
Hinweis
Es wird bevorzugt, dass der so erhaltene Wert eher an 0,40 als an 0,10 mm liegt.
Das Gehäuse erneut öffnen und die berechneten Passscheiben an den Seiten der Schaltwalze einfügen.
Was die Primärgetriebewelle (G) anbelangt, beginnt man damit eine Passscheibe (L) einfügen, die die gleiche Stärke hat, wie die zuvor für die Schaltwalze bestimmte.
Die Primärwelle mit den genannten Passscheiben in die rechte Gehäusehälfte (kupplungsseitige) setzen.
Die Gabel (F) und den entsprechenden Bolzen (P) montieren.
Kontrollieren, dass sich die Schaltwalze in der Position NEUTRAL befindet, dazu von ihrem Ende von der Kupplungsseite her kontrollieren.
Nun die Primärwelle in Position haltend, kontrollieren, dass die Stirnzähne des gleitenden Zahnrads sich im gleichen Abstand zu denen an den feststehenden Stirnzahnrädern befinden. Diese Kontrolle durch das Einfügen der Lasche (S) eines Dickenmessers zwischen die Zähne kontrollieren.
 
Hinweis
Während dieser Arbeitsschritte das gleitende Zahnrad sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung drücken, so dass die vorhandenen Spiele annulliert werden.
 
Sollte man an den Stirnzahnrädern nicht die gleichen Abstände erkennen können, muss die Passscheibe (L) der Primärwelle durch eine geeignete ersetzt werden.
An der Vorgelegewelle anfangs eine Passscheibe (H) mit der Stärke 2,5 mm montieren.
Die Vorgelegewelle in die rechte Gehäusehälfte setzen (kupplungsseitige), ebenso die beiden Gangeinlegegabeln mit ihrem Bolzen.
Nun in der für die Primärgetriebewelle beschriebenen Weise die geeignetsten Passscheiben auswählen.
Die an der linken Seite (Lichtmaschinenseite) anzufügenden Passscheiben berechnen, die bei einem geschlossenen Gehäuse ein Axialspiel um den Wert 0 gewährleisten müssen.
Eine dünne Passscheibe (1,5 mm) auf die Primärwelle fügen und auf die Vorgelegewelle keine Passscheibe geben.
Die Schaltwalze, die Gabeln und die jeweiligen Bolzen herausnehmen.
Das Gehäuse schließen und mit einigen Schrauben (V) um die Getriebewellen herum befestigen.
Das Axialspiel der Vorgelege- und Primärgetriebewelle mit einer Messuhr messen.
Das endgültige Spiel bei beiden Wellen muss zwischen 0,05 und 0,20 mm liegen.
Hinweis
Der Wert sollte eher an 0,05 als an 0,20 mm liegen.
Positionskontrolle des Schaltgetriebes
Nach dem Ausdistanzieren der Getriebewellen das Gehäuse wieder öffnen.
Die Schaltgabeln des 1. - 4., 3. - 2. Gangs (F) und die Gabel des 5. - 6. Gangs (G) in die Nuten der gleitenden Zahnräder einfügen.
Die Schaltwalze (P) mit den berechneten Passscheiben montieren.
Die Gangeinlegegabeln an der Schaltwalze ausrichten und die entsprechenden Bolzen (Q) einfügen.
Das Motorgehäuse nochmals ohne Kurbelwelle schließen, damit man die Kontrolle am Getriebe vornehmen kann.
Das Schaltgestänge (M) montieren, dann die entsprechende Einstellung vornehmen (siehe Abschn. N 7.1, Montage des Schaltgestänges).
Nach der Öffnung im waagrechten Zylinder kontrollieren, ob bei einem sich im Leerlauf befindlichen Getriebe, Position NEUTRAL, die Stirnzähne der gleitenden Zahnräder den feststehenden gegenüber auf beiden Seiten den gleichen Abstand aufweisen (Abb. 1 - Abb. 2).
Bei eingelegtem Gang kontrollieren, ob die Gangeinlegegabel frei in der Kehle des gleitenden Zahnrads (Abb. 3) gleiten kann.
Schließen der Gehäusehälften
Die Steuervorgelegewelle (2) in das Rollenlager (21) an der kupplungsseitigen Gehäusehälfte montieren. Um eine Beschädigung des Dichtrings an der Steuervorgelegewelle zu verhindern, wird empfohlen, das Gewindeende mit der entsprechenden Schutzkappe 88700.5749 abzudecken.
Den Dichtring (20) mit Alkohol befeuchten und an der Steuervorgelegewelle montieren, dabei am Rollenlager (21) zum Aufliegen bringen.
Den Sprengring (1) in den Sitz an der Welle montieren, dann die Schutzkappe abnehmen.
Hinweis
Vor dem Einbau von bereits verwendeten Teilen des Getriebes in die Gehäusehälfte muss man sich darüber vergewissern, dass die innere Lauffläche (D) des Lagers am Ende der Welle auch wirklich im entsprechenden Lager montiert und nicht etwa noch auf der Primärwelle verblieben ist.
Die Getriebewellen aneinander passen, dann nach Anfügen der zuvor berechneten Passscheiben in die kupplungsseitige Gehäusehälfte einbauen.
Die Schaltgabeln des 1. - 4. und des 2. - 3. Gangs (F) in die Gleitnuten der gleitenden Zahnräder der Vorgelegewelle einfügen.
Hinweis
Die beiden Schaltgabeln sind gleich.
 
Die Gabel des 5.-6. Gangs (G) in das geführte Zahnrad der Primärwelle einfügen.
Die Schalttrommel (P) mit den berechneten Passscheiben in der Gehäusehälfte installieren.
In die zuvor montierten Gabeln nun die Bolzen (Q) einbauen.
Die mit den zuvor berechneten Zwischenlegscheiben ausgestattete Kurbelwelle in das Lager der Gehäusehälfte der Kupplungsseite installieren, dabei die Pleuel (B) an den jeweiligen Sitzen der Zylinder ausrichten.
Kontrollieren, ob die beiden Zentrierbuchsen (19) installiert sind.
Nach einem angemessenen Einfetten, was erforderlich ist um den O-Ring (5) in seinen Sitz zu halten, letzteren am Ölkanal zwischen den beiden Gehäusehälften ausrichten.
Wichtig
Sicherstellen, dass die beiden Pleuel (B) korrekt in ihren Sitzen an den Zylindern ausgerichtet sind. Im Fall einer falschen Positionierung wäre zwangsläufig eine Öffnung der Gehäusehälften erforderlich.
Eine gleichmäßige und durchgehende Schicht Flüssigdichtung DUCATI (A) auf die Kontaktflächen der Gehäusehälften auftragen, dabei auch die Bohrungen gemäß Abbildung umranden.
Die Gehäusehälften (3) und (16) aneinander passen, dazu eventuell mit einem Gummihammer man um die Wellenbereiche herum klopfen.
Die Befestigungsschrauben herannehmen und an der lichtmaschinenseitigen Gehäusehälfte (3) ansetzen und dabei auf ihre unterschiedlichen Längen achten.
Hinweis
Bei der erneuten Montage das vorgeschriebene Fett auf die durchgebohrte (28) Gehäuseverbindungsschraube auftragen.
 
Schrauben
M8x75 mm
aufgebohrte Schraube
M8x75 mm
Schrauben
M6x35 mm
Schraube
M6x75 mm
Alle Verbindungsschrauben progressiv bis auf Anschlag anziehen, dabei mit den Schrauben mit dem größeren Durchmesser (M8) beginnen.
Zwei M8-Schrauben (29) an der kupplungsseitigen Gehäusehälfte (16) installieren.
Alle Schrauben auf das vorgeschriebene Anzugsmoment arretieren, dabei mit den Schrauben mit dem größeren Durchmesser beginnen.
Kontrollieren, dass sich die Kurbelwelle mit einem gewissen Übermaß in den Kurbelwellenlagern dreht (die Kurbelwelle muss eine Vorspannung von 0,15 ÷ 0,20 mm aufweisen), dann sicherstellen, dass sich alle montierten Elemente ordnungsgemäß drehen und bewegen können.
Den Dichtring (11) und das Distanzstück mit OR-Dichtung an der Sekundärgetriebewelle den Beschreibungen im Abschn. G 8, Endantrieb, gemäß montieren.