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Ersatzteilkatalog
Wichtig
Die fett gedruckten Bezugsnummern weisen auf ein Bestandteil hin, das nicht in der neben dem Text stehenden Abbildung angegeben ist, sondern auf den Tafeln der Explosionszeichnungen am Kapitelbeginn dargestellt wird.
System der Hinterradfederung
Für die Hinterradfederung wird ein ölpneumatisches, komplett regulierbares Zentralfederbein (6) mit progressiver Wirkung eingesetzt. Das System setzt sich aus einem oberen Umlenkhebel (1) und einer nicht regulierbaren Momentenstütze (15) zusammen, die an der Einarmschwinge befestigt ist.
Die Schwinge ist am Rahmen und am Motor angelenkt, wodurch eine hohe Festigkeit erzielt wird, und stützt im hinteren Bereich die für die Regulierung der Kettenspannung vorgesehenen Kettenspanner.
Hinsichtlich der Regulierung des Zentralfederbeins, muss Bezug auf den Abschn. D 4,Einstellung des Zentralfederbeins, genommen werden.
Abnahme des Federbeins
Die Sitzbank abnehmen (Abschn. E 3, Abnahme der Sitzbank).
Vor der Abnahme des Zentralfederbeins von der Schwinge und vom oberen Umlenkhebel, müssen die obere (5) und die untere Schraube (11) gelöst werden.
Durch die Abnahme der unteren Schraube (11) kommt es auch zum Lösen des Kugelgelenks (13) der Momentenstütze (15) und der Momentenstütze selbst von der Schwinge. Die Gewindebuchse (12) und die Buchsen (4), die an den Seiten des Kugelgelenks (13) unter der Momentenstütze angeordnet sind, und das Kugelgelenk selbst abnehmen.
 
Revision des Zentralfederbeins
Vor Beginn des Ausbaus muss die Länge der vorgespannten Feder (L) ausgemessen werden. Das Mass muss bei der erneuten Montage wieder hergestellt werden.
Zerlegen des Zentralfederbeins
Die Konternutmutter (A) und die Nutmutter (B) für die Einstellung der Feder mit dem Hakenschlüssel oder mit einem Spezialwerkzeug lockern.
Den Sprengring (C) und die Feder herausziehen.
Eine Sichtkontrolle am Federbein vornehmen und auf eventuelle Ölverluste oder andere Störungen hin prüfen.
Falls erforderlich, das Federbein austauschen.
Zusammenstellung des Zentralfederbeins
Die Feder in die Aufnahme des Federbeins einfügen, dabei den kegelförmigen Endteil zum unteren Anschluss ausrichten.
Den Sprengring (C) montieren.
Die Nutmutter für die Einstellung der Feder (B) so lange einschrauben, bis man die zuvor erhobene Länge (L) erhalten hat.
Hinweis
Eine volle Umdrehung der Einstellmutter verändert die Federlänge um 1,5 mm.
 
Die Konternutmutter (A) gegen die Nutmutter (B) anziehen.
Ausbau des Umlenkhebels der Hinterradfederung
Den oberen Teil des Zentralfederbeins vom Umlenkhebel, den Beschreibungen im Paragraph "Abnahme des Federbeins" in diesem Abschnitt gemäß, abnehmen.
Die Momentenstütze (15) nach Lösen der Schraube (7) vom Umlenkhebel (1) trennen und seitlich am Kugelgelenk (13) die Buchsen (4) abnehmen.
Bevor man den Umlenkhebel (1) vom Rahmen abnimmt, muss das Spiel der Nadelbuchsen (3), die in dessen Innenbereich angeordnet sind, geprüft werden.
Das hintere Ende des Umlenkhebels in alle vier Richtungen ziehen und drücken.
Stellt man dabei ein übermäßiges Spiel fest, muss man den Austausch vornehmen.
Um den Umlenkhebel (1) vom Rahmen nehmen zu können, die Befestigungsschraube (10) lösen, dabei jedoch auf die Unterlegscheibe (9) und die entsprechende Inbusmutter (16) achten. Den kompletten Umlenkhebel (1) vom Rahmen nehmen.
Revision des Umlenkhebels der Hinterradfederung
Zerlegen des Umlenkhebels der Hinterradfederung
Die Bewegung des Umlenkhebels erfolgt über Nadellager (3), die auf einem innenliegenden Distanzstück (8) arbeiten; an den Endteilen sind zwei Dichtringe (2) angeordnet, die dafür sorgen, dass die Schmierung in den Käfigen aufrecht erhalten wird.
Nach dem Abziehen des inneren Distanzstücks, unter Anwendung eines angemessenen Stopfens die Dichtringe und die Nadelbuchsen abnehmen.
Wichtig
Während des Auszugs darauf achten, dass der Sitz des Umlenkhebels nicht beschädigt wird. Die entfernten Dichtringe und die Nadelbuchsen dürfen nicht mehr verwendet werden.
Zusammenstellen des Umlenkhebels der Hinterradfederung
Zwei neue Nadelbuchsen (3) auf den Stopfen 88713.1071 fügen.
Den Umlenkhebel in geeigneter Weise abstützen, dann die Nadelbuchsen bis auf Anschlag des Werkzeugs am Umlenkhebel eindrücken.
Wichtig
Mit der Bohrung auf Achse liegend einführen und dabei Verklemmungen vermeiden: dazu eventuell eine Presse verwenden.
 
Einen neuen Dichtring (2) gemäß Abbildung auf den Stopfen legen und an der bereits montieren Nadelbuchse auf Anschlag bringen.
Die gleichen Arbeitsschritte auch bei den anderen Nadelbuchsen und dem anderen Dichtring ausüben.
Die Nadelbuchsen und die Dichtringe mit dem vorgeschriebenen Fett schmieren, dann das innere Distanzstück (8) einfügen.
Montage der Hinterradfederung
Den Schaft und das Gewinde der Schraube (10) und die Kontaktflächen der Unterlegscheibe (9) mit dem vorgeschriebenen Fett schmieren.
Das Gewinde des Bolzens und die Unterseite der Mutter (16) mit dem vorgeschriebenen Fett schmieren.
Den kompletten Umlenkhebel zwischen die Rahmenhalterungen, in die auf der Abbildung dargestellte Position, einfügen.
Die Unterlegscheibe (9) in die Schraube (10) mit der konkaven Seite zur Schraube gerichtet, montieren. Die Schraube bis auf Anschlag am Rahmen einfügen.
Die Mutter (16) mit dem Sechskant nach außen gerichtet und das Distanzstück (14) ansetzen.
Die Mutter (16) anziehen und die Schraube (10) mit dem vorgeschriebenen Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) feststellen.
Das Gewinde und die Kopfunterseite der Schrauben (7) und (5) für die obere Befestigung des Federbeins und der Momentenstütze einfetten, dann am Umlenkhebel ansetzen.
Das obere Gelenk des Federbeins in die hintere Bohrung des Umlenkhebels einführen.
Die Schraube (7) auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) bringen.
Die Buchsen (4) auf beide Gelenke der Momentenstütze installieren.
Das obere Ende der Zugstange in den Umlenkhebel einführen und die Schraube (5) mit dem vorgeschriebenen Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) feststellen.
Das untere Ende des Federbeins und der Momentenstütze an der Schwinge installieren.
Die Gewindegleitbuchse (12) über ihren Durchmesser einfetten und mit ihrem zylindrischen Teil in die Aufnahme einfügen.
Das Gewinde, die Kopfunterseite und den Gleitflächenumfang der unteren Befestigungsschraube (11) einfetten und von der rechten Seite in die Schwinge einführen.
Die Schraube (11) mit dem vorgeschriebenen Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) feststellen.
Die Sitzbank erneut montieren (Abschn. E 3, Montage der Sitzbank).