4.1 -
1
2
3
4
Ersatzteilkatalog
Wichtig
Die fett gedruckten Bezugsnummern weisen auf Bestandteile hin, die nicht in der am Text stehenden Abbildung, sondern in der vorliegenden Explosionszeichnung enthalten sind.
Kontrolle und Einstellung des Ventilspiels
Hinweis
Im Hinblick auf einer klarere Darstellung wird auf den Abbildungen ein vom Rahmen angenommener Motor gezeigt.
 
Den Inspektionsdeckel an der Lichtmaschinenseite ausbauen, dann das Werkzeug 88713.0123 montieren.
Die Kurbelwelle so drehen, dass das Zeichen auf der Zahnriemenscheibe des Vorgeleges mit dem am Kupplungsdeckel übereinstimmt.
An diesem Punkt kann man über das Schauglas am Lichtmaschinendeckel kontrollieren, dass das Zeichen am Schwungrad und die feststehende Anzeige (A) am Deckel, für jeden Zylinder, untereinander auf Flucht ausgerichtet sind.
Den Winkelmesser des Werkzeugs 88713.0123 auf Null setzten: Der Kolben des waagrechten Zylinders befindet sich in diesem Moment am oberen Totpunkt in der Zündphase. In dieser Postion kann die Kontrolle des Ventilspiels an diesem Zylinderkopf begonnen werden.
Um die Arbeitsschritte am senkrechten Zylinder ausüben zu können, die Kurbelwelle um 270° gegen den Uhrzeigersinn aus ihrer aktuellen Position heraus drehen. In dieser Weise bringt sich der Kolben des senkrechten Zylinders an den oberen Totpunkt in der Zündphase, d.h. man kann die Kontrolle des Ventilspiels an diesem Zylinderkopf vornehmen.
Überprüfung des Öffnungsspiels (Sa) in Ein-/Auslass
Das Öffnungsspiel (Sa) durch das Einfügen eines Dickenmesser zwischen Öffnungsschlepphebel (B) und Einstellhülse (3) prüfen. Die Kontrollwerte müssen den vorgeschriebenen Werten (Abschn. C 1.1, Ventilsteuerung/Ventile) entsprechen.
Sollte dies nicht der Fall sein, muss die Einstellhülse der Öffnung (3), den Beschreibungen im Paragraph " Ausbau der Ventile" (Abschn. 4.4) gemäß, entfernt und, um das vorgeschriebene Montagespiel zu erhalten, durch eine Einstellhülse mit geeigneter Stärke ersetzt werden.
Hinweis
Während man bei der Überprüfung die Lasche des Dickenmessers einführt, um das Betriebsspiel zu beseitigen, muss darauf geachtet werden, dass dabei die von der Schließfeder des Kipphebels ausgeübte Kraft aufgehoben wird: Demnach ist zu überprüfen, dass die Einstellhülse sich frei drehen lässt.
Hinweis
Als Ersatzteile sind Einstellhülsen für die Öffnungsschlepphebel in den Maßen von 1,8 bis 3,45 erhältlich: Auf den Einstellhülsen ist ihre Maßangabe eingeprägt.
Überprüfung des Schließspiels (Sc) im Aus-/Einlass
Für die Überprüfung des Schließspiels der Vorspannung der Feder des Schließkipphebels mit Hilfe eines Schraubendrehers gegenwirken und so das Spiel zwischen Nockenwelle und Kipphebelarm aufheben. Den Dickenmesser zwischen den Schließkipphebel (C) und die Einstellhülse (3) einfügen: Das Schließspiel (Sc) entspricht dann der Laschenstärke, die jedoch noch ein freies Drehen der Einstellhülse ohne wesentliches Spiel zulässt.
Der Wert muss unter die vorgeschriebenen Werte (Abschn. C 1.1, Ventilsteuerung/Ventile) fallen.
Sollte dies nicht der Fall sein, muss die Einstellhülse in der Schließung (1), den Beschreibungen im Paragraph "Ausbau der Ventile" unter Abschn. N 4.4 gemäß, entfernt und, um das vorgeschriebene Montagepiel zu erhalten, durch eine Einstellhülse mit geeigneter Stärke ersetzt werden.
Hinweis
Als Ersatzteile sind Einstellhülsen für die Öffnungsschlepphebel in den Maßen von 2,2 bis 3,1 erhältlich: Auf der Einstellhülse selbst ist ihr Maß eingeprägt.
Die Einstellelemente für Öffnung und Schließung so wie im Paragraph “Montage der Ventile" im Abschn. N 4.4 beschrieben montieren.
Kontrolle des Ventilhubs
Die Messuhr (C) 88765.1058 an der Bohrung des entfernten Zylinderkopfdeckels so wie auf dem Foto dargestellt ansetzen.
Bei einer sich in Ruhestellung befindlichen Steuerwelle das Ventilspiel in der Öffnung auf Null setzen, dazu zwischen oberen Kipphebel und Einstellkappe der Öffnung eine Dickenmesserlasche mit angemessener Stärke einfügen.
Hinweis
Für ein leichteres Arbeiten wird empfohlen, eine Messuhr für das Auslassventil und eine für das Einlassventil zu verwenden.
 
Kontrollieren, dass der Gabeltaster der Messuhr zentriert zur Ventilachse liegt und am Rand der Einstellhülse für die Schließung zum Aufliegen kommt.
Die Messuhr in der Position eines geschlossenen Ventils auf Null stellen.
Die Einlassnockenwelle drehen, so dass die Einlassventile dabei einen kompletten Hub realisieren können.
An der Messuhr prüfen, dass der erfasste Wert mit dem vorgeschriebenen Wert (Abschn. C 1.1, Ventilsteuerung/Ventile) übereinstimmt.
Die gleichen Arbeitsschritte am Auslassventil vornehmen, dazu den Halter jedoch auf der anderen Seite des Zylinderkopfs befestigen.
Die Montage vornehmen, dabei die im vorstehenden Paragraph “Kontrolle und Einstellung des Ventilspiels” angegebenen Arbeitsschritte wiederholen.
Das Werkzeug 88765.1058 entfernen.
Kontrolle der Motorsteuerzeiten
Hinweis
Eine Steuerzeitenkontrolle am Motor ist dann erforderlich, wenn Komponenten wie die Nockenwellen, die Ventile oder Riemenscheiben ausgewechselt wurden oder nach einer Revision von besonders stark verschlissenen Motoren.
 
Die Zündkerzen ausbauen, dann das Werkzeug (E) 88765.1297 im Zündkerzenschacht installieren, um damit den oberen Totpunkt des Kolbens bestimmen zu können, darüber hinaus die Messuhren (C) 88713.1058 und die Ausrüstung für die Steuerzeitenkontrolle (Nabe) 88713.0123 mit Winkelmesser (G) 98112.0002.
Bei einer sich in Ruhestellung befindlichen Nockenwelle das Ventilspiel in der Öffnung durch Einfügen einer Dickenmesserlasche mit angemessener Stärke zwischen Öffnungsschlepphebel und Einstellkappe auf Null setzten.
Überprüfen, dass sich die Nockenwelle unter diesen Bedingungen noch bewegen lässt. Sollte sie sich schwer drehen lassen, eine dünnere Messlasche des Dickenmessers einfügen.
Unter dieser Bedingung, die der Position des oberen Totpunkts des waagrechten Kolbens bei vollkommen geschlossenen Ventilen entspricht, ein Zustand der an der Messuhr (E) feststellbar ist, die Messuhren (C) auf Null stellen.
Die Riemenspannung so wie in der Abschn. N 4.2, Montage der Zahnriemenspanner, beschrieben, vornehmen.
 
Den Winkelmesser (G) so lange gegen den Uhrzeigersinn drehen, bis der Zeiger auf der Messuhranzeige (C) am Auslass einen Hub von 1 mm anzeigt. Überprüfen, das der auf dem Winkelmesser (G) angezeigte Winkelversatz dem vorgeschriebenen Wert (Abschn. C 1.1, Ventilsteuerung/Ventile) entspricht.
In die gleiche Richtung weiterdrehen, bis auch am Einlass ein Hub von 1 mm angezeigt wird. Am Winkelmesser den Winkelwert kontrollieren.
Nun so lange weiter drehen bis die vollkommene Schließung des für die Zündphase zuständigen Ventils erreicht wurde.
An diesem Punkt angelangt, die Drehrichtung des Winkelmessers (G) so lange ändern (wird Uhrzeigersinn), bis man auf der Messuhr (C) einen Hub des Einlassventils von 1 mm ablesen kann. Den Winkelwert mit dem vorgeschriebenen Wert vergleichen.
Die Drehung des Winkelmessers im Uhrzeigersinn nun so lange fortsetzen, bis man einen Hub des Auslassventils von 1 mm ablesen kann.
Den Winkelwert nochmals mit dem vorgeschriebenen Wert vergleichen.
Die gleichen Arbeitsschritte am senkrechten Zylinder wiederholen.
Eine Toleranz von ± 3° bei den während dieses Verfahrens gemessenen Werten gegenüber den vorgeschriebenen Werten ist noch zulässig.
Die für die Steuerzeitenkontrolle verwendeten Werkzeuge entfernen.
1