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Kontrolle des Motorölstands
Der Motorölstand kann auf der rechten Seite der Ölwanne über das Schauglas (1) kontrolliert werden.
Nach dem Abstellen des Motors einige Minuten abwarten, bis sich der Ölstand stabilisiert hat. Den Ölstand an einem perfekt senkrecht aufgerichteten Motorrad und bei warmem Motor (jedoch abgestellten) prüfen.
Der Ölstand muss sich zwischen den Kerben MIN und MAX befinden. Sollte er zu niedrig sein, muss entsprechend nachgefüllt werden. Die Öleinfüllschraube (2) ausschrauben, dann das vorgeschriebene Öl bis zum Erreichen des festgelegten Stands nachfüllen.
Die Öleinfüllschraube erneut einschrauben.
Motoröl- und Filtereinsatzwechsel
Hinweis
Der Ölwechsel muss bei warmem Motor (abgeschaltetem Motorrad) erfolgen, da das warme Öl dünnflüssiger ist und somit schneller und vollständiger abgelassen werden kann.
 
Die Ölablassschraube (3) an der Motorölwanne entfernen und das Altöl ablaufen lassen.
Achtung
Die Umwelt nicht mit dem Altöl und/oder den Filtereinsätzen belasten.
 
Kontrollieren, das am magnetischen Endteil der Ölablassschraube auch keine Metallteilchen anhaften, dann erneut mit der entsprechenden Dichtung (A) an der Ölwanne anschrauben.
Auf das vorgeschriebenen Anzugsmoment bringen (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Motor).
Mit dem einen handelsüblichen Ölfilterschlüssel den Filtereinsatz (4) von der Ölwanne nehmen.
Wichtig
Abmontierte Filter dürfen nicht mehr verwendet werden.
 
Einen neuen Ölfiltereinsatz (4) einlegen und die Dichtung mit Motoröl schmieren.
Hinweis
Als Alternative wird empfohlen, den Filtereinsatz (2) vor der Montage mit Motoröl zu füllen: In dieser Weise wird der vorgeschriebene Ölstand erreicht, ohne dass weitere Nachfüllungen erforderlich sind.
In seinem Sitz einschrauben und auf das vorgeschriebene Anzugsmoment bringen (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Motor).
Bei jedem zweiten Ölwechsel sollte das saugseitige Ölsieb gereinigt werden.
Den äußeren Verschluss (5) lösen.
Das Filterelement (7) lösen und herausnehmen.
Mit Druckluft und Benzin reinigen. Dabei das Filtersieb nicht beschädigen.
Das Ölsieb (7) und die Dichtung (6) am Verschluss (5) montieren, dann auf das vorgeschriebene Anzugsmoment bringen (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Motor).
Den Einfüllverschluss (2) entfernen und so lange Öl vom vorgeschriebenen Typ einfüllen (Abschn. C 2, Betriebsstoffe und Schmiermittel) bis am Schauglas die Markierung des MAX-Füllstands erreicht wurde.
Den Einfüllverschluss (2) erneut anschrauben und den Motor einige Minuten im Standgas laufen lassen.
Kontrollieren, dass keine Öllecks vorhanden sind und dass die Ölkontrollleuchte am Cockpit einige Sekunden nach dem Anlassen des Motors erlischt. Sollte dies nicht der Fall sein, den Motor abstellen und die erforderlichen Kontrollen vornehmen.
Nach einigen Minuten prüfen, ob das Öl den vorgeschriebenen Füllstand erreicht hat; falls erforderlich den MAX-Stand herstellen.
Die entfernten Strukturen erneut montieren.
Kontrolle des Ventilspiels
Den Angaben im Abschn. N 4.1, Kontrolle und Einstellung des Ventilspiels gemäß verfahren.
Bei einem sich in Ruheposition befindlichen Ventil, kann durch das Einfügen der Messlasche eines Dickenmessers zwischen Öffnungsschlepphebel und Einstellhülse geprüft werden, ob das vorgeschriebene Spiel vorhanden ist.
Das Spiel muss unter die vorgeschriebenen Werte fallen:
 
An einem sich in Ruheposition befindlichen Ventil und durch das Einfügen eines Dickenmessers zwischen Schließkipphebel und Einstellhülse prüfen, ob das Spiel dem vorgeschriebenen Werten entspricht:
 
Sollten die erfassten Werte nicht mehr innerhalb der vorgegebenen Grenzwerte liegen, muss der Wert dennoch festgelegt und eine Einstellung vorgenommen werden (Abschn. N 4.1, Kontrolle und Einstellung des Ventilspiels).
Einstellung des Ventilspiels
Den Angaben im Abschn. N 4.1, Kontrolle und Einstellung des Ventilspiels gemäß verfahren.
Austausch und Reinigung der Luftfilter
Der Luftfilter muss in den vorgeschriebenen Intervallen ausgewechselt werden, siehe dazu "Tabelle – Regelmäßige Instandhaltung" (Abschn. D 3).
Den Kraftstofftank anheben (Abschn. L 2, Abnahme des Kraftstofftanks).
Die Befestigungsklammern (1) des Deckels auf beiden Seiten des Luftfilterkastens aushaken.
Den Deckel (2) abnehmen.
Den Luftfiltereinsatz (3) herausnehmen und ersetzen.
Den Luftfiltereinsatz mit einem Druckluftstrahl reinigen oder austauschen.
Wichtig
Ein verstopfter Filter verringert die zugeführte Luftmenge, steigert dabei den Kraftstoffverbrauch und mindert demzufolge die Motorleistung, wodurch es zu Verkrustungen an den Zündkerzen kommen kann. Das Motorrad daher nicht ohne Luftfilter fahren. Die sich in der Luft befindlichen Schmutzteile, die so in den Motor gelangen, könnten zu Beschädigungen desselben führen.
 
Den neuen Luftfiltereinsatz korrekt in seinen Sitz im Filterkasten ausrichten, dann alle ausgebauten Teile und Strukturen erneut einbauen.
Wichtig
Wird das Fahrzeug auf besonders staubigen oder feuchten Straßen gefahren, sollte der Luftfilter in kürzeren Abständen ausgewechselt werden.
Bremsflüssigkeitswechsel
Achtung
Die in der Bremsanlage verwendete Flüssigkeit beschädigt nicht nur die Lackierung, sondern ist auch bei einem Augen- oder Hautkontakt außerordentlich schädlich; daher, im Fall eines entsprechenden Kontakts, den betroffenen Körperteil unter reichlich fließendem Wasser abspülen.
Füllen des vorderen Bremssystems
Den Deckel mit Membrane vom Bremsflüssigkeitsbehälter der Vorderradbremsen (A) nehmen, dazu die Schrauben (1) lösen.
Einen transparenten Schlauch an das Entlüftungsventil (2) schließen und dessen Ende in einen am Boden abgestellten Behälter eintauchen.
Das Öl aus dem Behälter (A) absaugen.
Nun bis zum Erreichen der Kerbe MAX frisches Öl in den Behälter (A) einfüllen.
Den Hebel zwei oder drei Mal betätigen und so das Flüssigkeitssystem unter Druck setzen.
Den Hebel zum Griff gezogen halten.
Das Entlüftungsventil (2) so lockern, dass das Öl abfließen kann.
Achtung
Während dem Ausfüllen den Ölstand immer über der Markierung MIN halten, so dass das Bilden von Luftblasen im System verhindert werden kann.
 
Das Öl so lange aus dem Ablauf (2) abfließen lassen, bis die Flüssigkeit sich in einer anderen Farbe zeigt.
Das Entlüftungsventil erneut auf das vorgeschriebene Anzugsmoment bringen (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk), dann den korrekten Füllstand im Behälter wieder herstellen.
Hinweis
Diese Arbeitsschritte an beiden Bremssätteln wiederholen.
Füllen des hinteren Bremssystems
Den Verschluss (3) des Behälters der Hinterradbremse (B) lösen.
Einen transparenten Schlauch an das Entlüftungsventil (4) schließen und dessen Ende in einen am Boden abgestellten Behälter eintauchen.
Das Öl aus dem Behälter (B) absaugen.
Nun bis zum Erreichen der Kerbe MAX frisches Öl in den Behälter (B) einfüllen.
Den Hebel zwei oder drei Mal betätigen und so das Flüssigkeitssystem unter Druck setzen.
Das Pedal niedergedrückt halten.
Achtung
Während dem Ausfüllen den Ölstand immer über der Markierung MIN halten, so dass das Bilden von Luftblasen im System verhindert werden kann.
Das Öl so lange aus dem Ablauf (4) abfließen lassen, bis die Flüssigkeit sich in einer anderen Farbe zeigt.
Das Entlüftungsventil (4) erneut auf das vorgeschriebene Anzugsmoment bringen (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk), dann den korrekten Füllstand im Behälter wieder herstellen.
Entleeren des Bremssystems
Achtung
Die in der Bremsanlage verwendete Flüssigkeit beschädigt nicht nur die Lackierung, sondern ist auch bei einem Augen- oder Hautkontakt außerordentlich schädlich; daher, im Fall eines entsprechenden Kontakts, den betroffenen Körperteil unter reichlich fließendem Wasser abspülen.
 
Den Deckel (1) mit Membrane vom Behälter des vorderen Bremsflüssigkeitsbehälter (A) und den Verschluss (3) vom Behälter der Hinterradbremsflüssigkeit (B) nehmen.
An das Entlüftungsventil (2) des vorderen Bremssattels oder an das Entlüftungsventil (4) des hinteren Bremssattels eine im Handel erhältliche Abpumpvorrichtung für Bremsflüssigkeiten schließen.
Hinweis
Verwendet man für das Entlüften der Bremse eine handelsübliche Vorrichtung, müssen hier die Anleitungen des Herstellers befolgt werden.
 
Das Entlüftungsventil lockern und so lange mit der Abpumpvorrichtung pumpen, bis keine Flüssigkeit mehr aus der Anlage kommt.
Sollte man eine solche Vorrichtung nicht zur Verfügung stehen haben, kann man einen transparenten Schlauch an das Entlüftungsventil (2) des vorderen oder an das Entlüftungsventil (4) des hinteren Bremssattels schließen und dessen Ende in einem an Boden abgestellten, mit verbrauchter Bremsflüssigkeit gefüllten Behälter eintauchen.
Das Entlüftungsventil um 1/4 Drehung lockern.
Den Bremshebel oder das -pedal so lange betätigen, bis die gesamte Bremsflüssigkeit ausgetreten ist.
Den Arbeitsvorgang an allen Bremssätteln wiederholen.
Füllen des Bremssystems
Achtung
Die in der Bremsanlage verwendete Flüssigkeit beschädigt nicht nur die Lackierung, sondern ist auch bei einem Augen- oder Hautkontakt außerordentlich schädlich; daher, im Fall eines entsprechenden Kontakts, den betroffenen Körperteil unter reichlich fließendem Wasser abspülen.
 
Die Behälter (A) und (B) mit der vorgeschriebenen, aus einem intakten Behälter entnommenen Flüssigkeit füllen (Abschn. C 2, Betriebsstoffe und Schmiermittel).
Wichtig
Das Öl der Bremsanlage während dieser Arbeit immer auf dem erforderlichen Füllstand halten und den transparenten Schlauch stets in der abgelassenen Bremsflüssigkeit eingetaucht lassen.
 
Den Bremshebel oder das Bremspedal mehrmals betätigen und so die Anlage füllen und die Luft ablassen.
 
Die Abpumpvorrichtung am Entlüftungsventil (2) oder (4) befestigen.
Hinweis
Verwendet man für das Entlüften der Bremse eine handelsübliche Vorrichtung, müssen hier die Anleitungen des Herstellers befolgt werden.
 
Mit der Abpumpvorrichtung pumpen und das Entlüftungsventil (2) oder (4) lockern, dabei immer kontrollieren, dass der Füllstand im entsprechenden Behälter nicht unter die Anzeige MIN absinkt.
Diesen letzten Arbeitsschritt so lange wiederholen, bis im transparenten, an das Entlüftungsventil geschlossenen Schlauch, keine Luftblasen mehr zu erkennen sind.
Das Entlüftungsventil (2) oder (4) auf das vorgeschriebene Anzugsmoment bringen (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk).
Sollte man eine solche Abpumpvorrichtung nicht zur Verfügung stehen haben, kann man, so wie bereits für den Ablass der Anlage beschrieben, einen transparenten Schlauch an das Entlüftungsventil schließen.
Das Entlüftungsventil um 1/4 Drehung öffnen und den Bremshebel oder das Bremspedal so lange betätigen, bis die Flüssigkeit aus dem Ventil auszutreten beginnt.
Den Bremshebel vollständig anziehen oder das Bremspedal ganz herunterdrücken, dann das Entlüftungsventil um mindestens 1/4 Drehung lockern.
Einige Sekunden abwarten, dann den Hebel oder das Pedal langsam zurücklassen und gleichzeitig das Entlüftungsventil (2) oder (4) schließen.
Wichtig
Den Bremshebel oder das Bremspedal nicht loslassen, wenn das Entlüftungsventil nicht vollständig angezogen ist.
 
Dieses Verfahren so lange wiederholen, bis die aus dem Kunststoffschlauch austretende Flüssigkeit völlig frei von Luftblasen ist.
Die Entlüftung an jedem Ventil einzeln durchführen.
 
Das Entlüftungsventil (2) oder (4) auf das vorgeschriebene Anzugsmoment bringen (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk), dann die Schutzkappe erneut ansetzten.
Die Flüssigkeit im Behälter angleichen, dann durch Anschrauben der Schrauben (1) am Behälter (A) und des Verschlusses (3) am Behälter (B) die entsprechenden Deckel montieren.
Wechsel der Kupplungsflüssigkeit
Achtung
Die in der Kupplungsanlage verwendete Flüssigkeit beschädigt nicht nur die Lackierung, sondern ist auch bei einem Augen- oder Hautkontakt außerordentlich schädlich; daher, im Fall eines entsprechenden Kontakts, den betroffenen Körperteil unter reichlich fließendem Wasser abspülen.
 
Den Deckel mit Membrane (1) vom Kupplungsflüssigkeitsbehälter (A) nehmen, dazu die Schrauben (2) lösen.
Einen transparenten Schlauch an das Entlüftungsventil (3) schließen und dessen Ende in einen am Boden abgestellten Behälter eintauchen.
 
Das Öl aus dem Behälter (A) absaugen.
Nun bis zum Erreichen der Kerbe MAX frisches Öl in den Behälter (A) einfüllen.
Den Hebel zwei oder drei Mal betätigen und so das Flüssigkeitssystem unter Druck setzen.
Den Hebel zum Griff gezogen halten.
Den Entlüftungsanschluss (3) so lockern, dass das Öl abfließen kann.
Achtung
Während dem Ausfüllen den Ölstand immer über der Markierung MIN halten, so dass das Bilden von Luftblasen im System verhindert werden kann.
 
Das Öl so lange aus dem Entlüftungsventil (3) abfließen lassen, bis die Flüssigkeit sich in einer anderen Farbe zeigt . Das Entlüftungsventil (3) erneut auf das vorgeschriebene Anzugsmoment bringen (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk), dann den korrekten Füllstand im Behälter wieder herstellen.
Entleeren des Kupplungssystems
Achtung
Die in der Kupplungsanlage verwendete Flüssigkeit beschädigt nicht nur die Lackierung, sondern ist auch bei einem zufälligen Augen- oder Hautkontakt außerordentlich schädlich; daher, im Fall eines entsprechenden Kontakts, den betroffenen Körperteil unter reichlich fließendem Wasser abspülen.
 
Die Schutzkappe, die am Entlüftungsventil (3) angeordnet ist, abziehen.
Eine Kupplungsabpumpvorrichtung an das Entlüftungsventils (3) des Kupplungsnehmerzylinders schließen.
Hinweis
Verwendet man für das Entlüften der Kupplung eine handelsübliche Vorrichtung, müssen hier die Anleitungen des Herstellers befolgt werden.
 
Das Entlüftungsventil lockern und so lange mit der Abpumpvorrichtung pumpen, bis keine Flüssigkeit mehr aus der Anlage kommt.
Sollte man über keine Abpumpvorrichtung verfügen, kann man einen transparenten Schlauch an das Entlüftungsventil (3) schließen und dessen Ende in einen mit verbrauchter Kupplungsflüssigkeit gefüllten und am Boden abgestellten Behälter eintauchen.
Das Entlüftungsventil (um 1/4 Drehung) lockern. Den Verschluss (1) mit Membrane nach Lösen der Schrauben (2) vom Flüssigkeitsbehälter (A) nehmen.
Den Kupplungshebel so lange betätigen, bis die gesamte Flüssigkeit ausgetreten ist.
Für den vollständigen Ablass des Systems wird die Abnahme der Kappe des Kupplungsnehmerzlinders empfohlen, was nach dem Lösen der drei Befestigungsschrauben (4) möglich ist.
Die Kupplungsnehmereinheit (5) abziehen und dabei auf die darin angeordnete OR-Dichtung (6) achten.
Auf den inneren Kolben drücken, um so die gesamte, in der Kappe vorhandene Flüssigkeit ablassen zu können.
Die Kappe erneut montieren und die Befestigungsschrauben (4) auf das vorgeschriebene Anzugsmoment bringen (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk).
Das Entlüftungsventil auf das vorgeschriebene Anzugsmoment bringen (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk).
Füllen des Kupplungssystems
Achtung
Die in der Kupplungsanlage verwendete Flüssigkeit beschädigt nicht nur die Lackierung, sondern ist auch bei einem zufälligen Augen- oder Hautkontakt außerordentlich schädlich; daher, im Fall eines entsprechenden Kontakts, den betroffenen Körperteil unter reichlich fließendem Wasser abspülen.
 
Den Behälter (A) mit der vorgeschriebenen, aus einem intakten Behälter entnommenen Flüssigkeit füllen (Abschn. C 2, Betriebsstoffe und Schmiermittel).
Wichtig
Das Öl der Bremsanlage während dieser Arbeit immer auf dem erforderlichen Füllstand halten und den transparenten Schlauch stets in der abgelassenen Bremsflüssigkeit eingetaucht lassen.
 
Den Kupplungshebel mehrmals betätigen und so die Anlage füllen und die Luft ablassen.
Die Abpumpvorrichtung am Entlüftungsventil (3) befestigen.
Hinweis
Verwendet man für das Entlüften der Kupplung eine handelsübliche Vorrichtung, müssen hier die Anleitungen des Herstellers befolgt werden.
 
Mit der Vorrichtung pumpen und das Entlüftungsventil (3) lockern, dabei immer kontrollieren, dass der Flüssigkeitsstand nie unter den MIN-Stand absinkt. Diesen letzten Arbeitsschritt so lange wiederholen, bis im transparenten, an das Entlüftungsventil (3) geschlossenen Schlauch, keine Luftblasen mehr zu erkennen sind. Sollte man eine solche Abpumpvorrichtung nicht zur Verfügung stehen haben, kann man, so wie bereits für den Ablass der Anlage beschrieben, einen transparenten Schlauch an das Entlüftungsventil (3) schließen.
Das Entlüftungsventil (3) um 1/4 Drehung öffnen und den Kupplungshebel so lange betätigen, bis die Flüssigkeit aus dem Ventil (3) auszutreten beginnt.
Den Kupplungshebel vollständig anziehen, dann das Entlüftungsventil um mindestens 1/4 Drehung lockern.
Einige Sekunden abwarten, dann den Hebel langsam zurücklassen und gleichzeitig das Entlüftungsventil (3) schließen.
Wichtig
Den Kupplungshebel nicht loslassen, wenn das Entlüftungsventil nicht vollständig angezogen ist.
 
Dieses Verfahren so lange wiederholen, bis die aus dem Kunststoffschlauch austretende Flüssigkeit völlig frei von Luftblasen ist.
Das Entlüftungsventil (3) auf das vorgeschriebene Anzugsmoment bringen (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk), dann die Schutzkappe erneut ansetzten.
Die Flüssigkeit im Behälter bis auf 3 mm über den MIN-Stand des Behälters auffüllen.
Die Membrane und den Verschluss (1) am Behälter (A) montieren, dazu die Schrauben (2) festziehen.
Einstellung des Lenkkopflagerspiels
Bei übermäßigem Lenkerspiel oder wenn es zu einem Rütteln des Lenkers auf der Lenkachse kommen sollte, muss folgende Einstellung am Lenkkopflagerspiel vorgenommen werden:
Die vier Schrauben (1) lockern, die beiden der Klemmfäuste (2) entfernen, dann den Lenker abnehmen.
Die Schrauben (3) an der oberen Gabelbrücke bzw. an den Klemmfäusten für die Befestigung der Gabelholme lockern.
Die Schraube (4) der Klemmfaust des Rohrs an der oberen Gabelbrücke lockern.
Die Einstellnutmuter (5) mit dem entsprechenden Werkzeug, Art.-Nr. 88713.1058 auf das vorgeschriebene Anzugsmoment bringen (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk).
Alle zuvor gelockerten Schrauben auf das vorgeschriebene Anzugsmoment bringen (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk).
Den Lenker anordnen, die beiden Klemmfäuste montieren (2), dann die vier Befestigungsschrauben (1) der Klemmfäuste auf das vorgeschriebene Anzugsmoment bringen (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk).
Einstellung der Kettenspannung
Das Motorrad etwas verfahren und dabei die Position suchen, in der die Kette am stärksten gespannt ist.
Das Motorrad auf dem Seitenständer abstellen.
Die Kette auf der Höhe der Mittellinie der Schwinge mit einem Finger nach oben drücken (siehe Aufkleber).
Der untere Kettenzweig muss einen Ausschlag von ca. 25 ÷ 27 mm aufweisen.
Für die Einstellung der Kette wie folgt verfahren:
Die Muttern (1) an den Enden der Radachse lockern.
Die Schraube (2) auf beiden Seiten der Schwinge um das gleiche Maß, im Uhrzeigersinn drehend, anziehen und in dieser Weise die Spannung erhöhen. Zum Verringern der Kettenspannung die Schraube lockern. Im letzten Fall muss das Rad nach vorne geschoben werden.
Wichtig
Eine nicht korrekt gespannte Kette führt zu einem raschen Verschleiß der Übertragungsorgane.
 
Beidseitig an der Hinterradschwinge kontrollieren, ob die Positionskerben untereinander übereinstimmen; in dieser Weise kann eine perfekte Radfluchtung garantiert werden.
Die Muttern (1) der Radachse auf das vorgeschriebene Anzugsmoment bringen (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk).
Die Spannungseinstellschrauben (2) auf das vorgeschriebene Anzugsmoment bringen (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk).
Ferner ist zu prüfen, ob die für die Befestigung des Kettenblatts am Flansch zuständigen Muttern (3) richtig angezogen wurden. Dieser Arbeitsschritt kann auch bei einem angesetzten Rad erfolgen. Dazu ist ein 8 mm-Gelenksteckschlüssel, der von der gegenüberliegenden Seite zum Festhalten der Bolzen der vorgenannten Muttern angesetzt wird, erforderlich.
Sollten die Muttern (3) ausgewechselt worden sein, Gewindekleber auftragen und sie daraufhin auf das vorgeschriebene Anzugsmoment bringen (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk).
Verschleißkontrolle und Wechsel der Bremsbeläge
Achtung
Die in der Bremsanlage verwendete Flüssigkeit beschädigt nicht nur die Lackierung, sondern ist auch bei einem Augen- oder Hautkontakt außerordentlich schädlich; daher, im Fall eines entsprechenden Kontakts, den betroffenen Körperteil unter reichlich fließendem Wasser abspülen.
Wichtig
Bei der Übergabe des Motorrads an den Kunden, nach einem Austausch der Bremsbeläge, muss dieser darüber informiert werden, dass er für mindestens 100 km die Vorderradbremse noch besonders vorsichtig einsetzen sollte, um ein korrektes und vollständiges Setzen des Reibungsmaterials zu ermöglichen.
Verschleißkontrolle am vorderen Bremsbelag
Die vorderen Bremssättel von der Gabel nehmen, dazu auf die Schrauben (1) einwirken.
Kontrollieren, dass die an der Reibfläche der Bremsbeläge eingearbeitete Kerbe gut ersichtlich ist.
Wichtig
Auch wenn nur ein Bremsbelag verschlissen ist, müssen immer beide ausgewechselt werden.
 
Den Austausch der Bremsbeläge in der folgenden Weise vornehmen:
Die Sicherungssplinte (2) vom Zentrierstift der Bremsbeläge nehmen.
Die Kolben des Bremssattels vollständig in ihren Sitz eindrücken, dabei die verschlissenen Beläge auseinander ziehen.
Den Haltestift (3) der Bremsbeläge nach außen herausziehen.
Die verschlissenen Bremsbeläge (4) abziehen, sie dazu aus der Haltefeder (5) aushaken.
Hinweis
Bremsbeläge, die glänzen oder sich als “glasig” erweisen, müssen ausgewechselt werden.
 
Die neuen Bremsbeläge und die entsprechenden Federn (5) und (6) einfügen. Den Zentrierstift (3) einführen und mit den Sicherungssplinten (2) feststellen.
Den Bremshebel mehrmals betätigen, so dass sich die Bremsbeläge unter der Druckeinwirkung der Bremsflüssigkeit richtig setzen können.
Prüfen, dass der Flüssigkeitsstand im Bremszylinderbehälter nicht unter die MIN-Kerbe abgesunken ist. Ist dies jedoch der Fall, muss in der folgenden Weise die entsprechende Bremsflüssigkeit nachgefüllt werden. Die Lenkerstummel drehen und so den Behälterinhalt nivellieren.
Die beiden Kreuzschrauben (6) lösen, dann den Behälterdeckel abnehmen.
Die innere Membrane (7) aus dem Behälter nehmen.
So lange vorgeschriebene Flüssigkeit nachfüllen, bis der max. Füllstand erreicht wurde.
Die zuvor entfernten Teile erneut montieren.
Verschleißkontrolle am hinteren Bremsbelag
Über den Schlitz zwischen den beiden Bremssattelhälften prüfen, ob noch mindestens 1 mm Reibungsmaterial auf den Bremsbelägen sichtbar ist.
Wichtig
Auch wenn nur ein Bremsbelag verschlissen ist, müssen immer beide ausgewechselt werden.
 
Den Austausch der Bremsbeläge folgendermaßen vornehmen:
Den Sicherungssplint (1) (an der Innenseite des Bremssattels) vom Zentrierstift der Bremsbeläge nehmen. Die Kolben des Bremssattels vollständig in ihren Sitz eindrücken, dabei die verschlissenen Beläge auseinander ziehen. Den Zentrierstift (2) der Bremsbeläge nach außen herausziehen.
Die Halteklammer (3) der Bremsbeläge, die zwischen den beiden Bremssattelhälften angeordnet ist, entfernen. Die verschlissenen Bremsbeläge entfernen.
Hinweis
Bremsbeläge, die glänzen oder sich als “glasig” erweisen, müssen ausgewechselt werden.
 
Die neuen Bremsbeläge und die entsprechende Halteklammer (3) einsetzen. Den Zentrierstift (2) einsetzen und mit dem Sicherungssplint (1) blockieren, dabei den Rand (A) zum Rad ausrichten.
Das Bremspedal mehrmals betätigen, damit sich die Bremsbeläge durch die Druckeinwirkung der Bremsflüssigkeit richtig setzen können.
Kontrollieren, ob der Füllstand im Bremsflüssigkeitsbehälter (4) zwischen den Kerben MIN und MAX liegt. Ist dies nicht der Fall, nach dem Lösen des Verschlusses des Behälters (4), Bremsflüssigkeit nachfüllen.
Hinweis
Sollte sich der Austausch der Bremsbeläge als schwierig erweisen, können die Bremssättel entfernt werden (Abschn. G 3, Abnahme der vorderen Bremsanlage und G 6, Abnahme der hinteren Bremsanlage).
Achtung
Das es sich bei den Bremssätteln um Sicherheitsorgane des Motorrads handelt, müssen die Angaben im Abschnitt G “Räder - Radfederungen - Bremsen” eingehalten und insbesondere, bei der erneuten Montage, auf das Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) der Befestigungsschrauben der Bremssättel geachtet werden.
Regulierung der Gas- und Starterzüge
Wichtig
Während der Arbeiten an den Bowdenzügen der Gas- und Startersteuerung kann es zur einer Änderung der Einstellung des Drosselklappenkörpers kommen. Siehe dazu Paragraph “Einstellung der Standgasbedingung” im Abschn. D 5.
 
Der Gasdrehgriff muss in allen Lenkeinschlagpositionen einen Leerhub aufweisen, der am Bund des Gasdrehgriffs gemessen, 2÷4 mm beträgt. Sollte hier eine Regulierung erforderlich sein, ist die Einstellschraube (1), die am Gasdrehgriff angeordnet ist, entsprechend zu betätigen.
Umfangreichere Regulierungen am Gaszug können durch Betätigen der Einstellschraube (2), die auf der rechten Seite des Drosselklappenkörpers zu finden ist, erfolgen. Nach dem Abziehen der Kappe, die Kontermutter (3) lockern und die Einstellschraube (2) so lange betätigen, bis das vorgeschriebene Spiel gegeben ist.
Die Kontermutter erneut anziehen und die Schutzkappe überziehen.
Für die Einstellung des Starterzughubs, den Steuerhebel am Lenker auf die äußerste Position drehen und dabei überprüfen, dass das Plättchen (6) am entsprechenden Endanschlag zum Aufliegen kommt.
Unter dieser Bedingung kontrollieren, ob der Motor in einem Drehzahlbereich von 2.000 U/min. dreht. Für eine Einstellung des Drehzahlbereichs die Schraube (7) betätigen.
In der gleichen Weise geht man im Fall des Gaszugs vor und betätigt hier, nach dem Lösen der Kontermutter (5), die Einstellschraube (4).
Der Zustand der Ummantelung des Gas- und des Starterzugs muss regelmäßig überprüft werden. Der äußere Kunststoffüberzug darf weder Quetschungen noch Risse aufweisen.
Um die Gleitfähigkeit der Steuerung zu erhalten, sollten die Enden des Bowdenzugs der jeweiligen Steuerungen regelmäßig mit dem vorgeschriebenen Fett geschmiert werden.
Den Leichtlauf des inneren Zugs durch das Betätigen der Steuerung prüfen: Lassen sich Reibungen oder Verklemmungen feststellen, muss er ersetzt werden.
Um die Gassteuerung schmieren zu können, muss der Deckel (8) nach dem Lösen der beiden Befestigungsschrauben (9) abgenommen werden.
Die Enden des Bowdenzugs (10) und die Zugrolle einfetten.
Die Steuerung vorsichtig schließen und dabei den Zug (10) in den Schlitten (A) am Deckel (8) einfügen.
Den Deckel mit den beiden Befestigungsschrauben (9) befestigen.
Einstellung der Pedalposition für Schaltung und der Hinterradbremse
Zur individuellen Anpassung an die Bedürfnisse jedes einzelnen Motorradfahrers besteht die Möglichkeit, die Position der Pedalen des Schalt- und des Hinterradbremshebels den Fußrasten gegenüber einzustellen.
Die Position des Schalthebels kann wie folgt geändert werden:
Den Stab (1) blockieren, dann die Kontermuttern (2) und (3) lockern.
Hinweis
Die Mutter (2) hat ein linksgängiges Gewinde.
 
Den Stab (1) durch ein Ansetzen eines offenen Schlüssels an den Sechskant drehen und das Schaltpedal in die gewünschte Stellung bringen.
Die beiden Kontermuttern gegen den Stab anziehen.
Die Position des Pedals der Hinterradbremse kann wie folgt geändert werden:
Die Kontermutter (4) lockern.
Die Schraube (5) für die Hubeinstellung so lange drehen, bis die gewünschte Position erreicht wurde.
Die Kontermutter (4) anziehen.
Den Leerhub des Bremspedals von Hand prüfen, d.h. er muss ca. 1,5÷2 mm betragen, bevor es zum Ansprechen der Bremse kommt.
Sollte dies nicht der Fall sein, muss die Länge des Steuerstabs des Bremszylinders wie folgt geändert werden:
Die Kontermutter (7) am Bremszylinderstab lockern.
Um den Leerhub zu erhöhen, den Stab an der Gabel (6) einschrauben. Zur Minderung lockern.
Die Kontermutter (7) anziehen, dann den Leerhub erneut prüfen.
Einstellung des Zentralfederbeins
Die Einstelllschraube (1) an der rechten Seite der unteren Befestigung des Federbeins an der Hinterradschwinge, ist für die Einstellung der hydraulischen Dämpfung in der Zugstufe (Rücklauf) zuständig.
Die Nutmuttern (2) und (3), die im oberen Bereich des Federbeins angeordnet sind, regulieren die Vorspannung der äußeren Feder.
Dreht man die Einstellschraube (1) im Uhrzeigersinn, wird die Dämpfung H erhöht, gegen den Uhrzeigersinn dagegen verringert S.
Standard-Einstellung:
Von der vollkommen geschlossenen Position (Uhrzeigersinn) ausgehend, die Einstellschraube (1) um 18 Klick lösen.
Um die Vorspannung der Feder ändern zu können, muss man die obere Nutmutter (2) mit einem Hakenschlüssel lockern. Durch Lösen oder Anziehen der unteren Nutmutter (3) wird die Vorspannung erhöht bzw. gemindert.
Achtung
Zum Betätigen der Einstellnutmutter für die Vorspannung ausschließlich den spezifischen Schlüssel verwenden und diesen vorsichtig drehen, damit der Hakenzahn des Schlüssels während der Bewegung nicht aus der Aufnahme der Mutter springt. Sollte dies geschehen, könnte man mit der Hand stark gegen andere Motorradteile schlagen. Keinesfalls Schlüssel mit zu kleinem Hakenzahn oder zu kurzem Schaft verwenden.
Standardlänge der Feder: 157 mm.
Achtung
Das Federbein enthält unter hohem Druck stehendes Gas; falls hier unerfahrenes Personal tätig wird, kann es zu schweren Schäden kommen.
Wichtig
Bei Fahrten mit Beifahrer und Gepäck muss die Feder des Zentralfederbeins auf die maximale Vorspannung reguliert werden. So kann das dynamische Fahrverhalten verbessert und ein Aufsetzen des Motorrads vermieden werden. Eventuell muss hierfür die Einstellung der Zugstufe angepasst werden.