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Ersatzteilkatalog
Wichtig
Die fett gedruckten Bezugsnummern weisen auf Bestandteile hin, die nicht in der am Text stehenden Abbildung, sondern in der vorliegenden Explosionszeichnung enthalten sind.
Abnahme des Lichtmaschinendeckels
Hinweis
Im Hinblick auf einer klarere Darstellung wird auf den Abbildungen ein vom Rahmen angenommener Motor dargestellt.
 
Die Schrauben (16) lösen, dann den Kettenschutz (2) abnehmen.
Die beiden Befestigungsschrauben (6) des Deckels (5) an der Kurbelwelle lösen.
Die auf der Abbildung durch Pfeile gekennzeichneten Befestigungsschrauben (6), (11) und (12) des Lichtmaschinendeckels lösen.
Die beiden Unterlegscheiben (14) und die Leitungsführung (15) abnehmen.
Das Werkzeug 88713.1749 an den Bohrungen der eben entfernten Schrauben (6) befestigen.
Das Werkzeug langsam drehen, um so ein Abheben des Deckels (28) von der linken Gehäusehälfte zu erhalten.
An der Schalthebelwelle ist ein Deckel mit Dichtring (3) montiert, der während der Ausbauarbeiten des Lichtmaschinendeckels beschädigt werden könnte.
Aus diesem Grund muss dieser Dichtring immer auf seinen Zustand hin geprüft werden; falls beschädigt, muss er durch einen neuen ersetzt werden.
Auseinanderbau des Lichtmaschinendeckels
Die drei Schrauben (25) für die Befestigung des Stators und die zwei Schrauben (19) des Bügels (17) der Kabelführung im Lichtmaschinendeckel lösen.
Den Stator (24) und den Bügel der Kabelführung (17) entfernen.
Im Innenbereich des Lichtmaschinendeckels befindet sich an der Kurbelwelle ein Lager (21), das mit einem Seeger-Ring (20) befestigt wurde.
Den Seeger-Ring (20) mit einer entsprechenden Zange entfernen.
Unter Anwendung eines Universal-Abziehers das Lager (21) entfernen.
 
Abnahme der Schwungrad-/Lichtmaschineneinheit
Das Werkzeug 88713.12036 an den Bohrungen M10 (A) für die Befestigung des Seitenständers ansetzen.
Das Werkzeug mit der Schraube (B) am Schwungrad befestigen.
Die Klemmmutter (36) des Lichtmaschinenschwungrads lösen, sie dazu mit einem "Industriefön" erhitzen. Von einem Erwärmen mittels offener Flamme wird abgeraten, da es dabei zu Beschädigungen an den Komponenten des Anlasssystems kommen könnte.
Achtung
Beim Lösen der Mutter muss man die Schlüsselbuchse axial einschieben, um so schadhafte Gegenschläge zu vermeiden, falls die Mutter herausspringen sollte.
Die Mutter (36), die Tellerfeder (37) und die Schwungradeinheit (22) abnehmen.
Das angetriebene Zahnrad (33) von der Kurbelwelle nehmen.
Den inneren Ring (32), den Nadelkäfig (34) und die Unterlegscheibe (35) abnehmen.
Wichtig
Den Verschleißzustand des inneren Rings (32), des Nadelkäfigs (34) und der inneren Scheibe (35) prüfen.
Hinweis
Die Bohrung am inneren Ring (32) erlaubt den Ölzulauf zum Nadelkäfig (34) und demzufolge dessen Schmierung.
Kontrolle der Schwungrad-/Lichtmaschineneinheit
Kontrollieren, dass der Innenbereich des Lichtmaschinenrotors (23) unbeschädigt ist.
Kontrollieren, dass der Freilauf korrekt funktioniert und dass die Gleitkurven der Rollen keinerlei Verschleißspuren oder andere Schäden aufweisen.
Sollten sich Funktionsstörungen feststellen lassen, muss die Einheit auseinander gebaut werden.
Auseinanderlegen der Schwungrad-/Lichtmaschineneinheit
Die acht Schrauben (26) lösen, dann den Rotor (23) vom Schwungrad abnehmen.
Den Zentrierstift (28) und den Sprengring (27) abziehen.
Die beiden eben vom Schwungrad an der Rotorseite entfernten Schrauben (26) ansetzen und für den Auszug des Flanschs (30) und des Freilaufs (31) verwenden.
Der Freilauf ist mit einem gewissen Übermaß am Flansch montiert. Für die Entfernung muss ein passender Stopfen verwendet werden.
 
Zusammenbau der Schwungrad-/Lichtmaschineneinheit
Den Freilauf (31) am Flansch (30) montieren, dabei die Seite mit dem größeren Durchmesser (+) am Flansch auf Anlage bringen. Letzterer muss mit seiner abgeschrägten Seite zum Freilauf gerichtet liegen.
Beim Einbau des Freilaufs ist die Einbaurichtung zu beachten: Der am äußeren Ring eingeprägte Pfeil zeigt die Drehrichtung des Motors an.
Unter Berücksichtigung, dass sich bei Drehen der Kurbelwelle gleichzeitig auch das Schwungrad, da mit dem Zusammenschluss der beiden Komponenten fest verbunden, dreht, in der folgenden Weise die korrekte Montage des Freilaufs kontrollieren.
Während man die Kurbelwelle, und damit auch das Schwungrad, gegen den Uhrzeigersinn dreht, bleiben Anlassmotor und Losrad unbewegt (wie auch im Funktionszustand des Motors); dreht man die Kurbelwelle, und damit auch das Schwungrad, dagegen im Uhrzeigersinn, drehen sich dabei auch der Anlassmotor und das Losrad mit.
Wichtig
Beim Zusammenbau des Freilaufs nur Motoröl und kein Fett verwenden, da letzteres die Funktionstüchtigkeit dieses Teils beeinträchtigen könnte.
 
Den Flansch (30) mit dem Kegel zum Schwungrad (16) gerichtet an letzteren montieren.
Bei der Montage des Flanschs am Schwungrad einen Stift oder einen Schlüssel verwenden, dem man in die Bohrung des Zentrierstifts (28) am Schwungradrotor einfügt. Diese Maßnahme kann sich dann als günstig herausstelllen, wenn es wegen der Montage mit einem Übermaß des Flanschs nicht möglich ist, die Bohrungen untereinander auf Flucht zu bringen.
Den Zentrierstift (28) mit dem Sprengring (27) am Schwungrad ausrichten.
Auf die Gewinde der Schrauben (26) Gewindekleber auftragen, dann den Rotor (23), den Flansch (30) und den Freilauf (31) am Schwungrad (29) befestigen.
Die Schrauben auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Motor) bringen.
Montage der Schwungsrad-/Lichtmaschineneinheit
Die Unterlegscheibe (35), den Nadelkäfig (34) und den inneren Ring (32) an der Kurbelwelle montieren. Dabei muss letzterer zentriert in der Unterlegscheibe ausgerichtet resultieren.
Das geführte Anlasserzahnrad (33) am Freilauf des Schwungrads einfügen.
Die eben zusammengestellte Schwungradeinheit (22) am Freilauf (31) montieren, dabei vermeiden, dass sich der innere Ring (32) innerhalb der Unterlegscheibe (35) verschiebt.
Die Schwungradeinheit muss mit der Bezugsmarkierung der Nut an der Kurbelwelle, am Federkeilsitz, gegenüber auf Flucht ausgerichtet werden.
Die Kontaktflächen der Tellerfeder (37) mit Motoröl schmieren.
Die Tellerfeder (37) am Ende der Kurbelwelle ansetzen.
Wichtig
Der breitere Teil der Tellerfeder (37) muss zum Schwungrad zeigen.
 
Die Drehung des Schwungrads mit dem entsprechenden Werkzeug 88713.2036 blockieren.
Die Rückstände des Loctite vollständig von den Gewinden der Mutter (36) und der Kurbelwelle (C) entfernen.
Um ein komplettes Ausfüllen der Passung mit dem Gewindekleber zu gewährleisten, diesen so wie nachstehend beschrieben auftragen: 3 Streifen des Produkts in axiale Richtung auf drei Mantellinien dem Gewinde der Kurbelwelle (C) entlang, einen Streifen in der Mutter (34).
Die Mutter (36) auf das Ende der Kurbelwelle (C) setzten: Der breitere Teil der Mutter (36) muss zum Schwungrad gerichtet sein.
Wichtig
Nach Auftrag des vorgeschriebenen Gewindeklebers, sofort den Anzug der Mutter (36) auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Motor) vornehmen.
Achtung
Es wird empfohlen, den Motor erst drei Stunden nach dem Anzug wieder anzulassen, so dass eine vollständige Polymerisation des Gewindeklebers gewährleistet werden kann.
 
Montage des Lichtmaschinendeckels
Den Stator (24) am Lichtmaschinendeckel installieren, dabei den Kabelausgang zum Deckel und in die Richtung der Ausnehmung am Deckel selbst ausrichten.
Gewindekleber auf die Schrauben (25) für die Befestigung des Stators auftragen, dann auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Motor) bringen.
Das Plättchen (17) über dem Kabel montieren und mit den beiden Schrauben (19) am Deckel feststellen.
Vor der erneuten Montage muss man sich darüber vergewissern, dass am Lichtmaschinendeckel (28) auch das Lager (21) am Ende der Kurbelwelle mit entsprechendem Haltering montiert wurden.
Die Passungsflächen der linken Gehäusehälfte und des Lichtmaschinendeckels von eventuellen Verkrustungen befreien und entfetten.
Die beiden Bezugsbuchsen (18) montieren.
Gleichmäßig und durchgehend eine "Schnur" DUCATI-Flüssigdichtung auf die Kontaktflächen des Deckels (28) und sorgfältig um die Bohrungen für die Schrauben und die Befestigungsbuchsen herum auftragen.
Das Ende der Kurbelwelle und die Schalthebelwelle mit Fett schmieren und so das Auflegen des Deckels erleichtern und eine Beschädigung des Dichtrings (3), falls bereits im Deckel installiert, zu vermeiden.
An mehreren Stellen den Deckel mit einem Gummihammer auf die Wellen und die Zentrierbuchsen auftreiben.
Hinweis
Sollte eine erneute Abnahme des Deckels erforderlich sein, muss man den Abzieher 88713.1749 verwenden, den man an die Gewindebohrungen an der Kurbelwelle ansetzt.
 
Die Schrauben den Angaben in der Tabelle gemäß ansetzen.
Die Befestigungsschrauben auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Motor) bringen.
Unter die Schraube (12) am Anlassmotor die Unterlegscheibe (14) und Leitungsführung (15) einfügen.
Die Befestigungsschrauben auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Motor) bringen.
Den Dichtring (3) mit Alkohol anfeuchten und am Lichtmaschinendeckel an der Schalthebelwelle montieren.
Fett auf die Schrauben (6) auftragen.
Die beiden Befestigungsschrauben (6) des Deckels (5) an der Kurbelwelle auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Motor) bringen.
Die Schrauben (16) ansetzten, dann den Kettenschutz (2) wieder montieren.
 
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